Was ist denn eigentlich Kubb?


 

Kubb, auch Wikingerschach genannt, ist ein altes Holzspiel und wurde der Sage nach  bereits von den Wikingern mit Begeisterung gespielt. Der Name Kubb leitet sich von dem  Wort 'Vedkubbar' ab, was soviel heißt wie Holzklotz. Kubb kann mit 2 bis 12 Teilnehmern  auf einer ebenen Fläche, vorzugsweise auf Rasen, gespielt werden. Auch Sand, Kies  oder Schnee und Eis sind als Untergrund geeignet.

Es treten zwei Mannschaften auf einem rechteckigen Spielfeld gegeneinander an, wobei die  Spieler versuchen, jeweils die Kubbs der gegnerischen Mannschaft mit runden  Wurfhölzern umzuwerfen.

Zu Beginn des Spiels befinden sich an beiden Grundlinien des Spielfeldes jeweils fünf  sogenannte Basiskubbs. Getroffene Basiskubbs werden durch die gegnerische Mannschaft  als Feldkubbs wieder ins Spiel gebracht.

In der Mitte des Spielfelds steht der König. Wer diesen zuerst trifft gewinnt das Spiel.  Allerdings darf man erst auf den König werfen, wenn zuvor in derselben Runde alle Basis-  und Feldkubbs in der gegnerischen Hälfte umgeworfen wurden. Andernfalls bedeutet das  vorzeitige Umwerfen des Königs die sofortige Niederlage.

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Zum genauen Spielablauf:

Spielbeginn

Je ein Mitspieler eines Teams wirft von der eigenen Grundlinie aus einen Wurfstock so dicht wie möglich an den König heran. Die Würfe werden zeitgleich ausgeführt. Das Umwerfen des Königs ist dabei nicht gestattet. Die Mannschaft, deren Wurfholz sich näher am König befindet, darf das Spiel mit den ersten 6 Würfen eröffnen.

Das Werfen der Wurfhölzer

Die Teams führen abwechselnd je 6 Würfe aus. Die Wurfhölzer werden dabei am Ende angefasst und gerade mit einer Armbewegung von unten nach oben geworfen. Horizontal rotierende Würfe (Hubschrauber- oder Schleuderwürfe) sind nicht gestattet und müssen wiederholt werden. Eventuell unrechtmäßig umgeworfene Kubbs werden wieder aufgestellt.

Die sechs Würfe werden gleichmäßig auf die Spieler des jeweiligen Teams verteilt. Die Spieler eines Teams müssen ihre Hölzer nicht zwangsläufig nacheinander werfen, jedoch muss der erste Wurf immer von dem Spieler ausgeführt werden, der zuvor das Einwerfen der Kubbs erledigt hat (siehe Einwerfen der Kubbs).

Man steht beim Werfen immer  hinter der eigenen Wurflinie, wobei nur ein Fuß außerhalb der seitlichen Spielfeldbegrenzung stehen darf.

Die Feld- und Basiskubbs werden immer von der Grundlinie aus abgeworfen. Nur wenn noch Kubbs im eigenen Feld stehen, wird von dem der Mittelline am nächsten stehenden Feldkubb aus geworfen. Dabei zählt eine in Höhe des entsprechenden Feldkubbs verlaufende gedachte Wurflinie, die parallel zur Grundlinie über die gesamte Breite des Feldes verläuft.

Bevor auf die Basiskubbs geworfen werden kann, müssen alle eventuell vorhandenen Feldkubbs umgeworfen sein.

Regulär umgeworfene Kubbs werden vom gegnerischen Team im Anschluss wieder ins Feld geworfen (siehe Einwerfen der Kubbs). Ein getroffener Feldkubb, der gefallen ist und sich wieder aufrichtet, gilt als umgeworfen. Sollte ein Kubb durch „höhere Gewalt“ umfallen, wird dieser wieder aufgestellt.

Das Einwerfen der Kubbs

Getroffene und umgefallene Kubbs werden aufgehoben und von der Grundlinie aus in die gegnerische Hälfte des Spielfelds geworfen. Ein Spieler wirft in einem Spielzug alle Kubbs nacheinander ein. Die Teammitglieder wechseln sich Runde für Runde nach einem gleichmäßigen Rotationsprinzip beim Einwerfen der Kubbs ab.

Auf einer Begrenzungslinie liegen gebliebene Kubbs sind gültig, wenn sie sich nach dem Aufstellen mit mindestens der Hälfte ihrer Grundfläche im Feld befinden.

Bleiben Kubbs nach dem Einwerfen außerhalb der gegnerischen Spielfeldhälfte liegen, müssen diese noch einmal eingeworfen werden. Ist auch die Wiederholung ungültig, darf ihn das gegnerische Team von der Grundlinie des einwerfenden Teams aus einwerfen. Liegt der Kubb danach noch immer außerhalb des Feldes, darf es wieder das ursprünglich einwerfende Team versuchen.

Kubbs können sowohl aus dem Feld heraus- als auch hereingestoßen werden. Entscheidend ist die Lage der Kubbs nach Beendigung des Einwerfens. Sollte ein Kubb, der zuvor bereits im gegnerischen Feld stand, beim Einwerfen aus dem Feld herausgestoßen werden, darf er noch einmal eingeworfen werden. Bleibt er dabei außerhalb des gegnerischen Feldes liegen, wird er vom Gegner eingeworfen.

Das Aufstellen der Feldkubbs

Eingeworfene Kubbs werden vom gegnerischen Team immer an der Stelle im Feld aufgestellt, an der sie liegen geblieben sind. Dabei ist jeder Kubb der Länge nach in eine beliebige Richtung aufzuklappen. Ein Anheben oder Drehen des Kubbs ist nicht gestattet. Die Kubbs müssen nach dem Aufklappen mindestens mit der Hälfte ihrer Grundfläche im Feld stehen.

Fiel beim Einwerfen ein Kubb, der bereits in der gegnerischen Spielhälfte stand, ist er dort wieder aufzustellen, wo er liegen geblieben ist.

Spielende

Ein Team gewinnt, wenn es alle Kubbs im gegnerischen Feld und danach den König in einem Durchgang mit maximal sechs Wurfstäben umwirft. Der finale Wurf auf den König wird dabei immer von der Grundlinie aus geworfen. Wer den König vorher (auch ungewollt) mit Kubb oder Wurfstock umwirft, hat sofort verloren.